COLLAGE GKS BONN

Innere Führung bleibt „Daueraufgabe“

Podiumsdiskussion zu aktuellen Fragen der Inneren Führung

20170921 GKS Bundeskonferenz Podium

Im Rahmen der diesjährigen Bundeskonferenz der Gemeinschaft Katholischer Soldaten (GKS) diskutieren die hochkarätigen Gäste Klaus Beck, Oberstleutnant André Wüstner, Oberst i.G. Sven Lange, der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels, Oberst i.G. Reinhold Janke und Oberst Rüdiger Attermeyer unter der Moderation von Oberstleutnant Oliver Ponsold Fragen zur Inneren Führung, zur Tradition der Bundeswehr und zum Thema Zeit im Führungsalltag. Es bestand ein Konsens unter allen Teilnehmern: „Innere Führung ist Frohbotschaft und nicht Drohbotschaft.“

Kein generelles Versagen der Führungsphilosophie

Bereits im Vorfeld der Podiumsdiskussion hat Oberst i. G. Dr. Sven Lange, Referatsleiter in der Abteilung Führung Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung, in seinem Einführungsvortrag verdeutlicht, dass trotz aktueller Vorfälle wie Rechtsextremismus und Übergriffe durch Vorgesetzte innerhalb der Bundeswehr man nicht auf ein generelles Versagen der Führungsphilosophie schließen kann. Dennoch bleibt das Thema „Innere Führung“ ein Dauerthema. Aufgabe wird sein, das Konzept der Inneren Führung an die heutigen Anforderungen anzupassen.

Zeit - wiederkehrendes Thema 

Im Verlauf der Diskussion kehrte dann immer wieder der Aspekt der „fehlenden Zeit“ zurück. Zu wenig stünde den Vorgesetzten davon für Dienstaufsicht und Menschenführung zur Verfügung - eine Tendenz, die das „Militär im Frieden“ schon immer hatte. Ein Podiumsteilnehmer sprach von einem „Neuanfang“ Innere Führung, auch damit das durch bisherige Vorkommnisse verlorengegangene Vertrauen zurückkehren kann bei gleichzeitiger Akzeptanz einer annehmbaren „Fehlerkultur“ in Führungsprozessen.